Zertifikate

Diplom-Schauspielregisseurin (HfSK ‚Ernst Busch‘, Berlin)
Konfliktmediatorin (ASH, Berlin)
Mediatorin BM©
Mediatorin im Stile der Klärungshilfe
Kommunikationspsychologie (Schulz-von-Thun-Institut) – noch in Ausbildung

Fortbildungen in

Transaktionsanalyse
Gestalttherapie
Improvisationstheater
Contact Improvisation
Circling

Berufliche Stationen

Das Theater 1991 – 2004
1991 Regiehospitantin Stadttheater Osnabrück
1992 – 1999 Studium der Schauspielregie (HfSk ‚Ernst Busch‘, Berlin)
1994 – 1997 Regieassistentin (u.a. Kleisttheater Frankfurt (Oder))
1997 – 2004 Regisseurin (freiberuflich, diverse Stadttheater)
1998 – 2000 Dozentin für Schauspiel (HfSk ‚Ernst Busch)

Die Familie 2004 – 2010
2004 – 2008 Elternzeit
2008 – 2011 ehrenamtlicher Finanzvorstand eines Kinderladens

Konflikte seit 2010
2010 – 2012 Ausbildung zur Konflikt-Mediatorin (ASH)
seit 2011 Teammediationen und Führungskräfteberatungen in Organisationen
seit 2013 Trainings zum konstruktiven Umgang mit Konflikten für Führungskräfte

Der rote Faden – die Leitfrage

Theater und Mediation, was hat das miteinander zu tun? Das habe ich mich auch gefragt, als ich auf der Suche nach einem familienkompatiblen Beruf eher zufällig in eine Mediationsausbildung gestolpert war. Die Antwort traf mich überraschend an einem sonnigen Herbstsonntag mitten in einer Übung mit einem beeindruckenden Dozenten: es ist dasselbe. Nur mit umgekehrten Vorzeichen. Geht es beim Regieführen darum, aus der Leere der Bühne einen Konflikt zu entfachen, der zum feurigen Drama taugt, so geht es beim Mediieren darum, ein ebensolches Drama wieder in einen Konflikt zu übersetzen und aus ihm das Problem zu schälen, das zu lösen ist.
Der Schlüssel zu beidem ist ein einfühlsames und tiefes Verstehen aller Beteiligten sowie das Wissen über das Warum und Wieso und Woher und Wohin im feinen Geflecht von Interaktionen und Beziehungen. Leidenschaft und Leitfragen meines gesamten beruflichen und persönlichen Lebens.

Leitlinien meiner Arbeit – Facetten zwischenmenschlicher Schwierigkeiten

Ein Konflikt ist die Keimzelle jeder reifen Beziehung. Und ausgefeiltes Drama die Basis jeder guten Entscheidung. Beides ist nicht nur Quelle katastrophenträchtiger Tragödien sondern auch tiefer belastbarer Beziehungen und herausragender Innovationen. Denn jeder Konflikt will die Grenzen einer Beziehung erweitern, inhaltlich und zwischenmenschlich und damit Raum schaffen für mehr Entwicklung, mehr Zufriedenheit, bessere Ergebnisse. Jede gut geführte Auseinandersetzung ist ein Wettkampf um die besten Ideen und funktioniert am besten bei maximalem Engagement der Kombattanten. Voraussetzung ist: die fachgerechte Austragung. Grundlegend dabei: Bei allem Ärger und aller Empörung: eine Lösung gibt es nur miteinander.

Es gibt wohl kaum ein Instrument, das so gut und zuverlässig anzeigt, wann und wo in einer Organisation Entwicklung dringend nötig ist. Eine Konfliktmoderation kann aufblättern, um was es geht.

Der mutige Blick auf die nackten Tatsachen erlaubt ein Planen auf realistischer Grundlage. Denn: ‚Die Illusionen von heute sind die Tragödien von morgen.‘ wie die große Psychoanalytikerin Ruth Cohn sagte. Eine Kommunikationskultur, die alle – auch schlechte Nachrichten verträgt und mit Konfliktspannungen gut umgehen kann, ermöglicht dass sich jeder vollständig einbringen kann. Eine solche Kommunikationskultur basiert auf dem Vertrauen in gegenseitige Akzeptanz und der Erfahrung, dass Beziehungen nicht an Konflikten zerbrechen.

Gegenseitige Verantwortung und Führungsverantwortung sind der Kitt eines Teams.

Eine menschliche Fehlerkultur balanciert durch eine ebenso klare Feedbackkultur befördern Entwicklung – der Organisation wie ihrer Mitglieder.

Vieles lässt sich von außen gut verstehen und am Flipchart eloquent nachvollziehen. Im Eifer des Gefechts aber läuft dann doch wieder die altbekannte Tonspur ab. Was ich aus meiner Theaterlaufbahn mitbringe, ist die Erfahrung und Faszination für das praktische Erproben zwischenmenschlicher Situationen. Denn das Leben ist auch nichts anderes als ein Schauspiel mit mehreren Akten und verschiedenen Proben, wo man das ein oder andere Verhalten ausprobiert mit unterschiedlichen Ergebnissen. Eine geeignete Probebühne, ermöglicht dabei ein konsequenzenloses Austesten des Potentials und das Einüben von Handlungsalternativen.

© Birte Restemeyer 2019